kotzende tropen

Ob in Berlin, Frankfurt, London oder New York, momentan kann man eine allgegenwärtige, flächendeckende „Verkünstlerung“ ganz normaler Arbeit unter dem Banner der Kreativwirtschaft beobachten. Dies geht einher mit einer “Verwirtschaftlichung” des Künstlerbilds. So wird die Kunstproduktion ökonomisiert während die Wirtschaft sich mit Begriffen wie Kreativität und Innovation schmueckt. Vor allem ist das besorgniserregend, weil angewendet auf “richtige” Künstler diese plötzlich zu Mikro-Unternehmern werden (siehe Studio Olafur Eliasson oder Atelier Tobias Rehberger), deren Aufgabe es ist in einem zunehmend marktkonformen Kunstbetrieb verwertbare Produkte der Luxuskategorie zu schaffen.

In einem immer homogeneren Kunstmarkt bleibt Kunst als facettenreicher, vielschichtiger Impulsgeber und Freiraum für visuelle Experimente somit einfach auf der Strecke. Die sogenannten “freien” Künste werden im Namen von gewinnorientiertem Pragmatismus funktionalisiert. Gesellschaftlich verlieren wir alle eine kritische Instanz der Selbstreflektion.

Nur 6.500 der 140.000 bei der Künstlersozialkasse Versicherten verdienten 2006 mehr als 30.000 Euro im Jahr  – das sind weniger als 5%. Die…

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