geopolitikblog

In Afghanistan sind fast vierzehn Jahre nach Beginn des “Anti-Terror-Krieges” endlich Verhandlungen mit den Taliban möglich, und auch in Syrien verändert sich derzeit die strategische Lage grundlegend. Damit einher geht eine veränderte Rolle von Al-Qaida: Im islamistischen Lager steht diese nun für die Chance auf eine friedliche Lösung – und gegen die kriegerische Zerstörungswut des “Islamischen Staats”.

Am 13. August erklärte Aiman al-Zawahiri, der offizielle Kopf von Al-Qaida, dem neuen Taliban-Anführer und “Herrscher der Gläubigen” Mullah Akhtar Mansur die Gefolgschaft, erklärte eine sogenannte “bayah”. Natürlich wurde diese Nachricht im Westen wenig beachtet, aber angesichts der Bedeutung des Vorgangs für Teile der islamischen Welt ist das kaum verständlich. Al-Zawahiri hatte sich zuvor fast ein Jahr lang nicht zu Wort gemeldet, und über wieviel Autorität er heute noch innerhalb der islamistischen “Gemeinde” verfügt ist unklar. Dennoch dürfte seine Stimme in der aktuellen Situation Gewicht haben und Mansur den Rücken stärken: Dieser hat…

View original post 1,411 more words

Advertisements