rotherbaron

Wie Jan Böhmermann dem türkischen Präsidenten hilft

Erdoböhm

In seinen Frankfurter Vorlesungen grenzt Heinrich Böll zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Humor gegeneinander ab: einen “Humor der Schadenfreude, des Hämischen”, der aus einem “Geist der Abfälligkeit” heraus entstehe, und einen Humor, für dessen Bestimmung sich Böll auf Jean Pauls (in Anlehnung an Immanuel Kant formulierte) Definition des Humors als des “umgekehrt Erhabene[n]” bezieht.

Böll betont zunächst die befreiende Wirkung der letzteren Variante des Humors, die “das Erhabene (…) von seine[n] Stelzen” hole. Demgegenüber mache “der Humor des Hämischen (…) nicht das Erhabene lächerlich”, sondern spreche “dem Menschen gar keine Erhabenheit” zu – was auf eine “Vernichtung des Einzelnen, des Menschen, des Homo, des Humanen” hinauslaufe. Aus diesem Grunde bezeichnet Böll diese Form des Humors auch als “antihuman”, während er den das Erhabene vom Sockel stoßenden Humor in einer “Ästhetik des Humanen” verwurzelt sieht.

Bölls Überlegungen zum Wesen des Humors eignen sich meines…

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