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Man muss Einschränkungen machen, wenn man die Amtsführung des Bundespräsidenten loben will. Zum einen ist eine Kritik viel zu schnell verebbt – die an seinen Beiträgen zur Militarisierung der deutschen Außenpolitik. Es hat beim Gegenhalten vielleicht nicht geholfen, dass Norbert Müller, ein Brandenburger Landtagsabgeordneter, Joachim Gauck aus gegebenem Anlass, aber mit unangemessenen Worten, einen verbalen Farbbeutel verpasste, der am weltweit ernstfallbereiten Staatsoberhaupt klebenbleiben sollte, tatsächlich aber nur ein paar kümmerliche Kleckse auf überspannten Kritikern zurückließ. Es reichte nicht einmal für einen richtigen Rohrkrepierer, der von sich reden gemacht hätte.

So ist das in Deutschland. Der Präsident ist Kaiser, und die (fragwürdige) Annahme, der zufolge er nichts zu sagen habe, macht ihn nur noch beliebter.

Man muss sich den Unterschied klarmachen: noch heute würde Per Steinbrück – als Politpensionär – die öffentliche Meinung mit Statements wie Gaucks im Sommer 2014 – tagelang aufmischen. Der öffentliche Raum wäre nur noch…

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